Naturschutzverbände laden zum Umwelt-Aschermittwoch nach Deggendorf

Der „Niederbayerische Musikantenstammtisch“ umrahmt am 1. März um 19:00 Uhr die zünftigen Reden beim Umweltpolitischen Aschermittwoch im Kolpingsaal Deggendorf (Bild: H. Inkoferer)
Norbert Schäffer, Landesbund für Vogelschutz (Bild: H. Inkoferer)
Hubert Weiger, BUND Naturschutz (Bild: H. Inkoferer)

Auch heuer veranstalten die Naturschutzverbände gemeinsam einen "Umweltpolitischen Aschermittwoch". Diesmal laden BUND Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz nach Deggendorf in den Kolpingsaal im Stadthotel in Deggendorf ein. Los geht's am 1. März um 19:00 Uhr.

Für den BUND Naturschutz (BN) wird der Landesvorsitzende Prof. Hubert Weiger sprechen, für den Landesbund für Vogelschutz (LBV) der Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Für die musikalische Umrahmung sorgt der "Niederbayerische Musikantenstammtisch".

Dass den Naturschützern einmal die Themen ausgehen könnten, um den Abend zu bestreiten, fürchtet Georg Kestel, Chef der BN-Kreisgruppe Deggendorf nicht. "Die Verabschiedung des Freihandelsabkommens CETA durch das EU-Parlament betrifft uns genauso wie die Frage, ob in Bund und Bayern der konsequente Schutz von Artenvielfalt, Klima, Gewässern, Boden und Grundwasser durchgesetzt werden kann. Heiße Eisen in der Region sind beispielweise der geplante hochriskante Rückbau des Atomkraftwerks Ohu bei Landshut und der gegenüber der Straße ewig vernachlässigte Ausbahn statt Bahn für den Güterverkehr. Speziell in Niederbayern müssen außerdem künftig Agrarindustrie- und Skandal-Betriebe wie Bayern-Ei durch klare Vorgaben zugunsten einer umwelt- und tierverträglichen Landwirtschaft verhindert werden", betont Kestel.

Neben der "großen" Politik wird sicher auch der lokale Bezug nicht fehlen. "Vor Ort beschäftigt uns vor allem der enorme Flächenverbrauch für immer neue Siedlungen und Straßen. Wir schauen da sehr kritisch auf Planungen wie in Iggensbach, am Klosterberg in Deggendorf oder den geplanten Ausbau der A3", erklärt Kestel. "Ausdrücklich und gern würdigen wir aber auch positive Entwicklungen. Die Initiative der Stadt Deggendorf zur Neunutzung von bestehendem Wohnraum am Kohlberg gehört ebenso dazu wie zum Beispiel die Initiative von Landwirtschaftsminister Brunner für mehr Bio-Bauernhöfe in Bayern."

Die Verbände laden alle Interessierten dazu ein, sich beim Umweltaschermittwoch in Deggendorf nicht nur zu informieren, sondern mit ihrem Besuch gleichzeitig auch "ein Statement für den Schutz von Natur und Heimat" abzugeben.

In bewährt zünftiger Weise wird die Veranstaltung musikalisch vom "Niederbayerischen Musikantenstammtisch" umrahmt. Der "Stammtisch" ist eine Gruppe junger Musiker und Musikerinnen, die der Spaß an ostbayerischer Volks- und Tanzmusik verbindet. Für das leibliche Wohl sorgt die Küche des Stadthotels Deggendorf u.a. mit zum Aschermittwoch passenden Fischgerichten. Der Eintritt ist frei.