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Jahreshauptversammlung der BUND Naturschutz Kreisgruppe: „Globale Umweltprobleme lokal anpacken“

Bei der Jahreshauptversammlung der BN-Kreisgruppe Deggendorf am 26. März im Gasthaus Fischerstub’n in Plattling spannte der 1. Vorsitzende, Georg Kestel, in seinem Bericht zunächst den ganz großen Bogen: von der globalen Erderwärmung bis zu den lokalen Umweltschutzmaßnahmen vor Ort. Dabei sieht er das gesellschaftliche Klima gegenüber „grünen“ Themen nicht mehr so schlecht aufgestellt wie noch vor einem Jahr.

31.03.2026

„Aktuell wird angesichts des Irankriegs wieder einmal für jeden sichtbar, dass es nicht nur für den Klimaschutz sinnvoll ist, erneuerbaren Energiequellen aus der Region wie Wind und Sonnenenergie zu nutzen. Dafür sprechen auch schlichte ökonomische Gründe und die Unabhängigkeit von Krisen und Autokraten,“, erklärte Kestel. Luftschlössern wie der Renaissance der Atomenergie oder der Kernfusion erteile man ein klare Absage. Zusammen mit der Deggendorfer Aktionsgruppe Klimaentscheid engagiere man sich dagegen zum Beispiel für die Gründung einer Bürgerenergie-Genossenschaft.

Auch im übrigen Rückblick auf das letzte Jahr mischten sich „große“ Themen – etwa die Müllberge, die durch sog. „Fast Fashion“ verursacht werden – mit lokalen Aktionen, wie die Aufstellung eines „Müll-Fisches“, das Engagement für das vorhandene Recyclingsystem in der Diskussion um die „Gelbe Tonne“ und der Besuch einer fortschrittlichen Biomüllvergärungsanlage in Regen.

Jahresprogramm erreicht mehrere Tausend Menschen

Breiteren Raum in der Arbeit des BUND Naturschutz im Kreis nimmt neben Stellungnahmen zu diversen Genehmigungsverfahren auch das Jahresprogramm an Veranstaltungen ein. Mit etwas mehr als 50 Veranstaltungen erreichte die Kreisgruppe im Jahr 2025 mehr als 4000 Menschen (wobei hier als größte Veranstaltung auch das Donaufest in Niederalteich enthalten ist). Hinzu kommen insgesamt noch einmal fast 1000 Kinder, die über die Umweltbildungsangebote der Kreisgruppe, wie „Schatzkiste Donau“ und „Takatuka“ erreicht werden.

Geplant: Noch mehr Aktive gewinnen, verstärkte Nutzung neuer Informationskanäle, Aktionen und 25 Jahre Donaufest in Niederalteich

Aktuell liegt der Fokus auf den Amphibienschutzaktionen im Landkreis. „Hier engagieren sich mehrere Dutzend Menschen freiwillig und ehrenamtlich“, freut sich der BN-Chef und bedankte sich bei diesen ebenso wie bei den Mitgliedern des Kreis-Vorstands und den Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle. Im Ausblick auf die kommende Zeit will die Gruppe an den laufenden Einsatz etwa für den Amphibienschutz anknüpfen und versuchen, noch mehr Menschen für ein aktives Engagement zu gewinnen. Parallel dazu will die Kreisgruppe verstärkt auch in den sozialen Medien sichtbar werden, da viele Menschen nur mehr auf diesem Wege erreichbar sind. Hinzu kommen als besondere Projekte in diesem Jahr unter anderem die Planung für einen neuen Anleger für die Takatuka in der Donau, der weitere Einsatz für Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende und das 25. Jubiläumsjahr des Donaufestes in Niederalteich. Kestel warb im Zusammenhang mit Klimaschutz und „Verkehrswende“ auch noch einmal für den Bürgerantrag zum Erhalt des Landesgartenschaugeländes in Deggendorf: „Der Nahverkehr gehört auf die Nahverkehrsträger Bus, Bahn und Rad - damit hat dann auch der Antrag für den Bau von zusätzlichen Rampen in Fischerdorf auf die Autobahn für den Fernverkehr eine Chance. Das spart dem Steuerzahler 75 Millionen Euro an Ausgaben.“

Umfangreicher Haushalt

Die intensive Arbeit der Kreisgruppe findet ihren Niederschlag auch in den Geschäftszahlen. Schatzmeisterin Mirka Knopf präsentierte für das Jahr 2025 einen Haushalt mit einem Umsatz von etwas mehr als 90.000 Euro – wobei Sondereffekte wie die doppelte Einnahme des Geschäftsstellen- und Personalzuschusses aus dem Landesverband (in 2025 auch für das Jahr 2024 verbucht) sowie die erst 2026 weitergeleiteten Einnahmen aus der Donau-Schifffahrt das reale Bild verdecken. Nach der Bereinigung dieser Effekte verblieb im Saldo ein leichtes Minus von etwas über 2.500 Euro, das aus den Rücklagen zu decken ist. Kassenprüfer Christian Baumann bestätigte die ordentliche Buchführung und die satzungsgemäße Verwendung der Finanzmittel, worauf hin der Vorstand von der Versammlung entlastet wurde.

Die Kassensituation wie auch die allgemeine Entwicklung der Kreisgruppe, „weg vom jahrelangen Sonderthema Donau hin zu einer ‚normalen‘ Kreisgruppe“, wie es der erste Vorsitzende Kestel formulierte, hat den Vorstand dazu bewogen, auch die Personalausstattung anzupassen. Die Leiterin der Geschäftsstelle, Irene Weinberger-Dalhof, arbeitet in der Folge 4 Stunden pro Woche weniger für die Kreisgruppe und dafür mehr für den Landesverband, u. a. für den dortigen Arbeitskreis Wasser.

Nachwahlen und Ehrungen

Aus den Nachwahlen ergab sich eine Verstärkung des ehrenamtlichen Vorstands. Paul Manson aus Deggendorf wurde zum neuen Kassier gewählt (wegen einer persönlichen Verpflichtung in Abwesenheit). Ernst Friedl, Susanne Morawietz und Vanilla Mertl kommen als neue Beisitzerinnen und Beisitzer hinzu. Spontan meldete sich auch noch eine junge Frau, die die Social-Media-Auftritte der Gruppe mit aufbauen und betreuen will. „Die Aufgaben für den BUND Naturschutz werden nicht weniger, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das mit unserer Truppe gut meistern. Im Übrigen bleibt jedes Engagement freiwillig – jeder bestimmt selber, wie stark er sich einbringen möchte“, betonte Kestel.

Für Ihre bereits 40-jährige Mitgliedschaft wurden bei der Versammlung außerdem silberne Ehrennadeln und Urkunden an Ernst Friedl und Anneliese Lindinger-Friedl sowie Barbara Herlt verliehen. Brigitte und Franz-Xaver Lechner, Agnes Bauer und Elfriede Fuchsbrunner waren verhindert, sie bekommen Urkunde und Nadeln zugesandt.