Zur Startseite
  • Home
  • Aktuelles
  • Ortsgruppen
  • Spenden

Welterbe Donau er-fahren: 4. Metten - Niederalteich

  • Home  › 
  • Donau  › 
  • Donaukongress 2021

30. Donaukongress - online

Organisatorischer Hinweis: Vorträge und Diskussion am Samstag (27.11.) finden online statt; die am 28.11. geplante politische Podiumsdiskussion wird verschoben

Wegen der hohen Corona-Infektionsraten im Landkreis wird der Donaukongress am Samstag online durchgeführt.

Die am Sonntag geplante Podiumsdiskussion wird auf des nächste Jahr (voraussichtlich Frühjahr / Frühsommer) verschoben. Wir denken, dass die Qualität einer lebendigen Diskussion im Rahmen einer Videokonferenz nur sehr eingeschränkt entstehen kann. Wir hoffen, dass sich die Lage bis zum nächsten Frühjahr soweit verbessert, dass dann auch wieder Diskussionen mit Publikum ohne größere Einschränkungen durchgeführt werden können.

Weitere Hinweise und den Zugang zur Videokonferenz finden Sie hier.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Donaukongress für die Flexibilität, die aufgrund der aktuellen Lage leider von uns allen abverlangt wird.


Hochwasser- und Bodenschutz 
in der Fläche: Klimaanpassung naturnah und dezentral

Die Hochwasserkatastrophen in Deutschland und anderswo in diesem Jahr haben erneut die Dringlichkeit von Schutz, Vorsorge und Anpassung an den Klimawandel deutlich gemacht. Dabei rückt nicht nur die Erderwärmung als Treiber hinter der Verschärfung der Regen- und Hochwasserereignisse in den Fokus; in den Blick genommen werden muss auch, auf welche Weise Hochwasser in der Landschaft entsteht oder sich verschärft.

Maßgeblich ist dabei das Gesamtsystem: die Fläche, auf die Regen trifft, die Landschaft mit Feuchtgebieten, Mooren, Rückhalte-Strukturen, Gräben und kleinen Bächen; und zuletzt mittlere und große Flüsse und Auen, an denen sich, je nach Zustand, Hochwasserwellen gefahrlos ausbreiten oder lebensbedrohlich konzentrieren können.

Der 30. Donaukongress nimmt vor allem die Funktion der Böden und der Landschaft in den Blick. Thema sollen außerdem die positiven Nebeneffekte sein, die sich zugleich z. B. für den Klimaschutz, in der Dürreprävention oder in der Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung erreichen lassen.

Online-Vorträge und Diskussion am 27. November

Den ersten Vortrag nach der Begrüßung ab 10:30 Uhr hält ab 11:00 Uhr Prof. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BN und des BUND, mit einem Rückblick auf seine Erfahrungen mit der Hochwasserschutz-Politik in den letzten Jahrzehnten. Spätestens seit dem Hochwasser von März 1988, und dann den Katastrophen von 1999, 2002, 2013 an Donau und Elbe und 2016 z. B. in Simbach am Inn landet der Hochwasserschutz immer wieder als aktuelle Frage bei der Politik. Seit mindestens 20 Jahren weiß man außerdem, dass der Klimawandel das Problem verschärft. Der Vortrag trägt daher den Titel „Aus Katastrophen nichts gelernt? Hochwasserschutz in Bayern: Forderungen von gestern für heute und morgen“.

Anschließend beleuchtet Georg Kestel, Landschaftsökologe und -planer und seit etwa 20 Jahren für den BN-Landesverband in die Verfahren zum Donauausbau und zum Hochwasserschutz involviert, die zentralen und dezentralen Ansätze im Hochwasserschutz in Bayern. Das beinhaltet sowohl einen Blick auf die Flutpolder-Planungen wie auch auf die in Bayern bisher verfolgten Maßnahmen in der Fläche.

Mit Prof. Auerswald und Sandra Corbeck stehen Referenten auf dem Programm, die sowohl von der Theorie wie aus der Praxis aus erster Hand über dezentralen Hochwasser- und Bodenschutz berichten können. Prof. Karl Auerswald ist zusammen mit Peter Seibert Verfasser eines Buches zur „Hochwasserminderung im ländlichen Raum“ und referiert beim Kongress ebefalls zu diesem Thema.

Sandra Corbeck ist beim Amt für ländliche Entwicklung zentral für die Initiative boden:ständig zuständig und wird anschließend dazu die entsprechenden Praxisbeispiele vorstellen. Die Intention ist hierbei grundsätzlich, Wasser in der Landschaft zu halten sowie wieder verstärkt in den Boden und das Grundwasser zu bekommen; positiver Nebeneffekt ist dann auch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber zunehmenden und längeren Dürrephasen - ein Thema, das sicher auch für viele Landwirte von hohem Interesse ist.

Zuletzt präsentiert dann Karin Eigenthaler aus Neustadt/Aisch, dort BN-Vorsitzende und Mit-Initiatorin, ein praktisches Beispiel aus dem südlichen Steigerwald, hier zu den Aktionsmöglichkeiten an Gräben, Mulden und kleinen Gewässern. Das ‚Talauenprojekt‘ im Steigerwald ist eines der Pionierprojekte in diesem Bereich.

Nach den Vorträgen wird jeweils Zeit für Rückfragen sein. Am frühen Abend bleibt außerdem Raum für eine Abschlussdiskussion und ein Resumé unter der Moderation von Dr. Christine Margraf, beim BN stellvertretende Landesbeauftragte und Fachreferentin Flüsse und Auen Südbayern.

Weitere Hinweise und den Zugang zur Videokonferenz finden Sie hier.

Politische Podiumsdiskussion - verschoben auf 2022

Der Sonntag ist beim Donaukongress traditionell der Tag einer politischen Podiumsdiskussion. In diesem Jahr hätten die Bundestagsabgeordneten der demokratischen Parteien aus der Region zum Thema Klimawandel, Hochwasser- und Dürreschutz bzw. Anpassung an den Klimawandel mitProf. Dr. Hubert Weiger (BUND Naturschutz und BUND) diskutieren sollen.

Wir denken, dass die besondere Qualität einer Podiumsdiskussion nur begrenzt auf Online-Formate übertragen werden kann. Die Diskussion soll daher auf das Jahr 2022 verschoben und dann in Präsenz durchgeführt werden (voraussichtlich im Frühjahr / Frühsommer 2022).

Wir bedanken uns auch bei allen Beteiligten an der geplanten Podiumsdiskussion sehr herzlich für die Flexibilität, die aufgrund der aktuellen Lage leider abverlangt wird!