Aktuelle Entwicklungen bei den Planungen zum Ausbau der Wasserstraße Donau und zur Verbesserung des Hochwasserschutzes

Die frei fließende Donau sorgt für Kies- und Sandstrände wie hier zwischen Metten und Deggendorf. Bild: G. Kestel

Der Donauausbau hat die Kreisgruppe lange intensiv beschäftigt - und tut dies nach wie vor, auch wenn viele Aktionen und Verhandlungen heute eher im Hintergrund stattfinden.

Stand der Planungsverfahren

Aktuell läuft für den ersten Teilabschnitt zwischen Straubing und Deggendorf das Planfeststellungsverfahren. 2014 wurden hierzu 30 Ordner mit Unterlagen vorgelegt (2015 acht weitere), zu denen wir eine umfangreiche Stellungnahme abgegeben haben.

Für den zweiten Teilabschnitt Deggendorf - Vilshofen steht das Verfahren in den Startlöchern. Zum sogenannten "Scoping-Termin" (zur Festlegung des Untersuchungsumfangs) haben wir ebenfalls eine erste Stellungnahme abgegeben. Außerdem fanden bereits mehrere "Runde Tische" zur Planung und zum Hochwasserschutz speziell im Bereich der Isarmündung statt. Hinzu kommen etliche weitere Verfahren zu vorgezogenen Hochwasserschutzprojekten wie z.B. in Winzer und in Niederalteich.

Der Ausbau der Wasserstraße kann und muss weiter optimiert werden

In Bezug auf den geplanten Ausbau der Wasserstraße ist unser Hauptanliegen, eine weitere ökologische Optimierung der Variante A zu einer Variante A+ zu erreichen. Kernforderung ist, dass die Flussregulierung so naturnah wie möglich erfolgen soll, indem z. B. künstlich eingebrachte Inseln aus flusseigenem Kies Bauwerke aus Wasserbausteinen ersetzen. Zugleich sollen vorhandene Renaturierungspotenziale genutzt werden, etwa an der Isarmündung oder durch den großräumigen Rückbau von Uferversteinungen an der Donau.

Immerhin können wir positiv verbuchen, dass zumindest ein Teil der möglichen Detail-Verbesserungen bereits in die Pläne übernommen wurde. Als Folge des intensiven Einsatzes der Verbände wie auch parallel der Naturschutz- und Fischereifachstellen scheint mittlerweile sogar ein Verzicht auf einen Teil der ursprünglich geplanten Kolkverfüllungen und auf das an der Isarmündung geplante, lange Leitwerk möglich.

Darüber hinaus bestehen jedoch noch weitere erhebliche Optimierungspotenziale. Dabei ist uns allerdings bewusst, dass manche Alternativplanung durchaus anspruchsvoll ist; zudem soll vermieden werden, dass aus einem "Plus" für die Ökologie ein "Minus" für die Schifffahrt entsteht. Und gleichzeitig darf auch der Hochwasserschutz nicht verzögert werden.Gemäß einer schriftlichen Zusage des Bundesverkehrsministeriums soll daher gegebenenfalls auch nach den Planfeststellungen noch Raum für Untersuchungen, Planungen und auch für Baumaßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Donau bestehen. Trotz einer gewissen Unwägbarkeit verlassen wir uns auf diese Zusage - vor allem zugunsten der möglichst raschen Verbesserung des Hochwasserschutzes.

Unsere Donau-Broschüre finden Sie hier zum download.