Aktuelle Entwicklungen bei den Planungen zum Ausbau der Wasserstraße Donau und zur Verbesserung des Hochwasserschutzes

Die frei fließende Donau sorgt für Kies- und Sandstrände wie hier zwischen Metten und Deggendorf. Bild: G. Kestel

Stand der Planungsverfahren

Im Jahr 2019 wird für den ersten Teilabschnitt zwischen Straubing und Deggendorf der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens erwartet. 2014 wurden hierzu 30 Ordner mit Unterlagen vorgelegt (2015 acht weitere), zu denen wir umfangreiche Stellungnahmen abgegeben haben.

Für den zweiten Teilabschnitt Deggendorf - Vilshofen lagen bis 4. Dezember die Planunterlagen aus, am 18. Dezember haben wir auch hier eine Umfangreiche Stellungnahme abgegeben.

Nähere Informationen zur Planfeststellung zum zweiten Teilabschnitt und unsere Stellungnahme hierzu finden Sie hier.

Die Ausbaupläne waren auch Thema des 27. Internationalen Donaukongresses am 8. und 9. Dezember in Niederalteich.

Außerdem fanden bereits mehrere "Runde Tische" zur Planung und zum Hochwasserschutz speziell im Bereich der Isarmündung statt. Hinzu kommen etliche weitere Verfahren zu vorgezogenen Hochwasserschutzprojekten wie z.B. in Winzer und in Niederalteich.

Der Ausbau der Wasserstraße kann und muss weiter optimiert werden

In Bezug auf den geplanten Ausbau der Wasserstraße ist unser Hauptanliegen, eine weitere ökologische Optimierung der Variante A zu einer Variante A+ zu erreichen. Kernforderung ist, dass die Flussregulierung so naturnah wie möglich erfolgen soll, indem z. B. künstlich eingebrachte Inseln aus flusseigenem Kies Bauwerke aus Wasserbausteinen ersetzen. Zugleich sollen vorhandene Renaturierungspotenziale genutzt werden, etwa an der Isarmündung oder durch den großräumigen Rückbau von Uferversteinungen an der Donau.

Immerhin können wir positiv verbuchen, dass ein Teil der möglichen Verbesserungen bereits in die Pläne für den 1. Teilabschnitt übernommen wurde. Als Folge des intensiven Einsatzes der Verbände wie auch parallel der Naturschutz- und Fischereifachstellen konnte erreicht werden, dass zwischen Straubing und Deggendorf ein größerer Teil der Tiefstellen (Kolke) nicht mehr verfüllt wird. Für den zweiten Teilabschnitt sind allerdings immer noch auf fast 30 ha Verfüllungen geplant, außerdem ist an der Isarmündung ein mehr als 600 m langes Leitwerk vorgesehen. Daneben bestehen noch mehr Möglichkeiten zur Verbesserung.

Unsere Donau-Broschüre finden Sie hier zum download.