Die Donau: Europas Lebensader

Donau in der Mühlhamer Schleife. (Bild: G. Kestel)

Die frei fließende Donau ist die zentrale Lebensader Niederbayerns. Während die meisten Flüsse Bayerns durch Stauwehre und Kraftwerke heute in eine Kette von Flussstauseen unterteilt sind, kann der Fluss in der Strecke zwischen Straubing und Vilshofen noch seine ungehinderte Dynamik entfalten.

Dies ist Voraussetzung für eine überragende Vielfalt von verschiedenen Biotopen und Arten. Die Dynamik der Wasser- und Grundwasserstände sichert aber auch zum Beispiel die Trinkwasservorräte der Region und die Fruchtbarkeit der Böden.

Die Menschen in der Region leben mit ihrem Fluss. Sie nutzen die Donau für Freizeit und Erholung, die attraktive Donaulandschaft ist Standortvorteil für Wohnen und Gewerbe und Grundlage für Erholung und Tourismus. Viele Siedlungen an der Donau haben eine lange Tradition. Sie entstanden an der Donau als bereits früh genutzter Wanderachse und nutzen bis heute - trotz der Gefahr von Überschwemmungen - die Standortgunst der fruchtbaren Aueböden. Gleichzeitig ermöglicht die Lage am Fluss immer auch die Nutzung der Donau als Transportweg.

Auch heute spielt der Transport von Gütern entlang des Talraumes und auf der Donau selbst eine Rolle. Mit der Zunahme der Verkehrsströme stellt sich die Frage, ob und wie die Nutzbarkeit der Donau für die Binnenschifffahrt weiter verbessert werden kann. Hierüber findet in der Region und in den politischen Entscheidungsgremien seit Jahren eine intensive Diskussion statt. Hauptkonflikt ist die Frage, wie die Verkehrsverbindungen weiter verbessert werden können, ohne dass die überragende ökologische Qualität der Donau und ihrer Aue geopfert werden muß.