Umweltbildung für Kinder auf der Donauinsel
Im Urwald der Deggendorfer Donauinsel als Pirat*in auf Abenteuertour gehen, über Hindernisse klettern, unter Bäumen hindurchschlüpfen. Mannshohe Brennnesseln oder Disteln erleben. Die Umweltbildungsprogramme der Kreisgruppe Deggendorf bieten Spaß und Spannung pur in Begleitung vieler wichtiger, interessanter Wissensbausteine.

Bei Niedrigwasser kann die Deggendorfer Donauinsel auch zu Fuß von der Fischerdorfer Seite her betreten werden. Der Besuch der ansonsten unter Naturschutz stehenden Insel ist uns und unseren Gruppen ausserhalb der Vogelbrutperiode mittels Erlaubnis durch das Landratsamt Deggendorf möglich.
Da ansonsten Betretungsverbot herrscht, ist der Bewuchs der Insel einem natürlich belassenen, regionalen Urwald nahe. Totholz wird nicht beseitigt und bleibt zum Vorteil von Tieren und Pflanzen als nutzbare Resource liegen. Überschwemmungen bringen wertvolles Material auf die Insel und lassen Brennesseln und Disteln teils in Höhen wachsen, die ein ausgewachsener Mensch nicht einmal mit ausgestreckten Händen erreichen kann. (siehe Bild unten)
Einziger und wichtiger Eingriff ist das Freischneiden der Pfade durch unser Team, damit Kinder sich möglichst nicht an Brennesseln brennen bzw. keine gefährlichen Äste in Augenhöhe in den Weg ragen. Entsprechend abenteuerlich ist es, dem Weg unserer Umweltbildungsprogramme über die Insel zu folgen. Und so weisen unsere Flyer und Programmbeschreibungen auch ausdrücklich auf den Abenteuercharakter der Tour hin. FlipFlops oder Sandalen sind hier fehl am Platz, festes Schuhwerk wird empfohlen. Die Kinder haben ihren Spaß daran, die kleinen, unerwarteten Schwierigkeiten der Insel zu meistern und erfahren nebenbei noch viel Wissenswertes über Donau, Insel, Tiere und Natur.

Egal, ob die Insel mit dem “TAKATUKA”-Programm “geentert” wird oder die Begehung über die “Piraten & Landratten” - Tour erfolgt, die Freude über das Naturerlebnis auf der Insel ist vorprogrammiert. Und das ist noch nicht alles: Sofern das Wetter entsprechend warm ist, kann die “Piratentruppe” im strömungsberuhigten Strandbereich der Insel problemlos baden oder zumindest ihre Füße abkühlen. Bei Tagestouren kann in der Mittagspause gegrillt werden und verschiedene Spiele dienen der Auflockerung, sowie der Festigung des Teamgeistes.
Spannend ist es auch, bei extremem Niedrigwasser die Fundamente der alten Donaubrücke zu entdecken, die 1949 gesprengt wurde. Normalerweise sind sie vom Wasser bedeckt und nicht oder kaum sichtbar. Die Bilder weiter unten zeigen, dass sowohl Fundamente als auch Brückenaufbau aus Holz gewesen sein müssen. Schätze und Entdeckungen also, welche der Wasserstand der Donau aufdecken und wieder verhüllen kann.
Und weil wir gerade beim Thema "Schätze" sind: Keine Pirat*innen ohne Schatzsuche! Am Ende der Tour wartet mit der Schatzsuche ein weiteres Highlight unserer Tour auf die frischgebackenen Pirat*innen. Und ist noch Zeit, können am Donaustrand Muscheln und Schneckenhäuser zum Mitnehmen gesammelt werden. Darunter die Donaukahnschnecke, eine sog. endemische Art, die nur an der Donau zu finden ist und durch ihr charakteristisches Muster auch von den Kindern ganz leicht und eindeutig bestimmt werden kann.












